Apple soll auf Samsung-Technik für ein nahezu rahmenloses iPhone warten
Apple soll bei künftigen iPhones noch deutlich weiter gehen wollen als bei den bereits für 2027 erwarteten, stark reduzierten Displayrändern. Ein neues Gerücht beschreibt ein OLED-Panel, das an allen vier Seiten fast im rechten Winkel nach unten gebogen wird und damit einen Großteil des klassischen Rahmens ersetzen könnte.
- Apple soll langfristig ein nahezu vollständig rahmenloses iPhone planen
- Samsung Display entwickelt laut einem Leaker die dafür notwendige OLED-Technik
- Das Panel soll sich an allen vier Kanten fast im 90-Grad-Winkel nach unten biegen
- Optische Verzerrungen, Verkapselung und Antennen gelten noch als technische Hürden
- Ein konkreter Termin für ein entsprechendes iPhone ist nicht bekannt
Die Angaben stammen vom chinesischen Leaker Instant Digital. Demnach bezeichnet Samsung die in Entwicklung befindliche Technik intern als „Full-Surround Full-Screen Display“. Apple soll darauf warten, dass Samsung Display die dafür notwendigen technischen Probleme löst. Weder Apple noch Samsung haben entsprechende Pläne bestätigt.
OLED soll fast im 90-Grad-Winkel abknicken
Anders als bei früheren sogenannten Waterfall-Displays würde die eigentliche Vorderseite des Panels dem Bericht zufolge flach bleiben. Erst unmittelbar an den vier Kanten soll sich das OLED fast senkrecht nach unten biegen – einschließlich der Ecken.
Die gebogenen Bereiche könnten damit Teile der Seitenflächen eines iPhones bilden. Kabel und andere Komponenten, die bislang unter den Displayrändern untergebracht werden, ließen sich dem Bericht zufolge ebenfalls in diese Bereiche verlagern.
OLED-Panels bestehen aus organischen Materialien, die empfindlich auf Sauerstoff und Feuchtigkeit reagieren. Eine Verkapselung schützt diese Schichten vor äußeren Einflüssen. Bei einem Display, das sehr stark um die Gerätekanten gebogen wird, muss dieser Schutz auch an den Biegestellen dauerhaft erhalten bleiben.
Von vorne betrachtet könnte dadurch der Eindruck eines praktisch rahmenlosen Displays entstehen. Auch ein iPhone ohne herkömmliche mechanische Seitentasten wäre mit einem solchen Aufbau prinzipiell denkbar.
Technische Probleme sind offenbar noch ungelöst
Bis zu einem marktreifen Produkt wären allerdings mehrere technische Hürden zu nehmen. Instant Digital nennt unter anderem optische Verzerrungen und Farbveränderungen in den stark gekrümmten Bereichen.
Eine weitere Herausforderung wäre die Verkapselung des OLED-Panels. Diese Schutzschicht muss auch an stark gebogenen Stellen zuverlässig verhindern, dass Feuchtigkeit oder Sauerstoff in die empfindlichen organischen Materialien des Displays eindringen.
Hinzu kommt die Positionierung der Antennen. Werden praktisch alle Seitenflächen von einem Display bedeckt, müssen Mobilfunk-, WLAN- und weitere Antennen anders im Gehäuse untergebracht werden.
Nicht mit dem Jubiläums-iPhone 2027 verwechseln
Die beschriebene Technik soll nicht mit dem bereits seit Längerem kolportierten Design für Apples iPhone zum 20-jährigen Jubiläum verwechselt werden. Für 2027 gibt es mehrere Berichte über ein Modell mit einem Display beziehungsweise Deckglas, das sich an allen vier Seiten leicht um die Kanten ziehen soll.
Dieses Design wäre deutlich weniger extrem. Frühere Berichte sprechen von vergleichsweise dezenten Rundungen, mit denen die sichtbaren Displayränder optisch nahezu verschwinden könnten.
Instant Digital zufolge könnte dieses Jubiläumsmodell eine Zwischenstufe auf dem Weg zu einem späteren iPhone sein, dessen Display tatsächlich weit über die Seitenflächen reicht. Einen konkreten Zeitplan für die nun beschriebene Samsung-Technik nennt der Leaker allerdings nicht.









